Focus Top Immobilienmakler 2021

WHG Immobilien wieder als Focus Top Immobilienmakler 2021 ausgezeichnet

Deutschland hat gewählt: Bei der größten Maklerbewertung 2021 wurden insgesamt 1.000 Immobilienmakler im gesamten Bundesgebiet ausgewählt und ausgezeichnet.

Wir dürfen uns wieder freuen – das Team von WHG Immobilien ist vom Nachrichtenmagazin Focus in Zusammenarbeit mit Statista wiederholt zum Top-Immobilienmakler in Freiberg am Neckar ausgewählt worden! Neben vielen anderen Kriterien haben vor allem unsere hohe Weiterempfehlungsquote und die sehr hohe Kundenzufriedenheit den Ausschlag gegeben. Schon seis 2018 durfte sich WHG Immobilien über die Auszeichnung als Focus Top Immobilienmakler 2021 freuen, und wir wurden bestätigt, dass wir 2020 unseren anspruchsvollen Standard gehalten haben. Die renommierte Auszeichnung des großen Nachrichtenmagazins Focus bestätigt uns in unserer täglichen Arbeit: für unsere Kunden und Auftraggeber jeden Tag das Beste geben!

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen in 2021!
Ihr WHG-Immobilien-Team

Aussagekräftige Dokumente zunehmend wichtig

Der Immobilienmarkt brummt. Mehr denn je ist die Gelegenheit für einen lukrativen Verkauf der eigenen Immobilie günstig. Einen möglichst hohen Verkaufspreis zu erzielen, ist allerdings kein Selbstläufer. Fraglos kommt es auf eine passende Verkaufsstrategie und eine geschickte Taktik an. Ebenso ist ein überzeugendes Exposé und eine professionelle Immobilienbewertung notwendig. Auch eine Vermarktung per 360-Grad-Video sollte selbstverständlich sein. Darüber hinaus ist die Vorlage aussagekräftiger Dokumente immer wichtiger, wie das seit dem 1. November 2020 geltende Gebäudeenergiegesetz (GEG) zeigt, wonach der verbrauchsbasierte Energieausweis für Wohngebäude an Bedeutung gewinnt. Beispielsweise sind Sanierungsstände detailliert aufzuführen, etwa in welchem Jahr die Fenster ausgetauscht wurde oder wie lange die Erneuerung der Heizung zurückliegt. Außerdem sind CO2-Emissionen verpflichtend anzugeben. Natürlich legt nicht jeder Käufer gleich viel Wert auf derartige Informationen. Dennoch lassen sich die Vorzüge einer Immobilie, wie eine moderne Haustechnik oder sonstige werthaltige Ausstattungsmerkmale, anhand von stichhaltigen Unterlagen wesentlich überzeugender darstellen, als wenn nur unvollständige oder schlimmstenfalls keine Angabe gemacht werden können. Zumal, wenn ein Käufer explizit danach fragt. Dann nichts Beweiskräftiges in der Hand zu haben, ist nicht nur peinlich, sondern gefährdet womöglich das ganze Geschäft. Oder das Manko schlägt sich negativ auf den Verkaufspreis nieder.
So kann Aufzeichnungen über etwaig vorgenommene Anbauten, Umbauten oder andere bauliche Veränderungen, die die Qualität der durchgeführten Arbeiten belegen, genauso bares Geld wert sein, wie der Nachweis einer profunden Energieberatung. Oft genügt ein Anruf beim Architekten oder Handwerker, um die entsprechenden Dokumente zu besorgen. Das Bauamt ist ebenfalls eine gute Quelle. Den Verkauf von einem Immobilienprofi begleiten zu lassen, der genau weiß, worauf es ankommt, macht sich demnach bezahlt. Erst recht, wenn es sich um ein Objekt in begehrter Lage mit knappem Angebot handelt, bei dem eine Versteigerung weitaus profitabler sein könnte als ein traditioneller Hausverkauf, um den bestmöglichen Preis zu erzielen. Umfassende Dokumente sind dann nicht nur Pflicht, sondern Trumpf.
Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 27.03.2021

Tipps für eine erfolgreiche Baugenehmigung

In Zeiten von Corona werkeln viele Hausbesitzer an ihrem Eigenheim. Oft soll ein langgehegter Wunsch endlich in die Tat umgesetzt werden, etwa der Anbau eines Wintergartens oder die Überdachung der Terrasse. Doch Achtung! Einfach loszulegen, ist nicht ratsam. Denn je nach Vorhaben ist eine Baugenehmigung nötig. Grundsätzlich ist jede Errichtung, Nutzungsänderung und Abrissmaßnahme genehmigungspflichtig. Die Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO) führt im Anhang zu § 50 Abs. 1 allerdings zahlreiche verfahrensfreie Vorhaben auf, für die kein Bauantrag gestellt oder Kenntnisgabeverfahren durchgeführt werden muss. Dazu gehört zum Beispiel der Bau einer Garage bis zu 30 m² und einer Wandhöhe von maximal 3 Metern. Um zu wissen, wie das geplante Projekt konkret zu Handhaben ist, sollten Hausbesitzer mit dem Bauamt sprechen. Stellt sich dabei heraus, dass ein Bauantrag erforderlich ist, muss meist ein Architekt oder Bauingenieur hinzugezogen werden, der fachmännische Planungsunterlagen erstellt. Bei kleineren Maßnahmen kann eventuell ein Handwerksmeister die Antragsdokumente verfassen. Die Formulare können unter www.service-bw.de abgerufen werden. Während des Genehmigungsverfahrens prüft die Baubehörde, ob das Vorhaben nach Art der Nutzung, Lage und Größe des Bauwerks, der überbauten Fläche und weiteren Kriterien dem Bebauungsplan entspricht. Wichtig ist auf die Einhaltung von Abstandsflächen zu achten, die in § 5 und § 6 LBO geregelt sind. Nicht selten kommt es wegen einer zu nahe an das Nachbargrundstück gesetzten Sichtschutzhecke oder Mauer zu Nachbarstreitigkeiten, die vor Gericht landen. Um einen etwaigen Widerspruch inklusive Klage gegen die Baugenehmigung bereits im Vorfeld auszuräumen, empfiehlt es sich, den Nachbarn frühzeitig über die Pläne zu informieren und ihn gegebenenfalls zu bitten, dem Vorhaben schriftlich zuzustimmen. Damit ist man nicht nur rechtlich auf der sicheren Seite, sondern erhält zugleich die gute Nachbarschaft. Werden alle Vorgaben der LBO und des Bebauungsplans eingehalten, sollte einem positiven Bescheid nichts im Weg stehen. Die Mühe, sich vorab zu erkundigen, sollte kein Bauherr scheuen. Denn wer ungenehmigt baut und einen sogenannten „Schwarzbau“ errichtet, dem drohen saftige Bußgelder, die je nach Raumveränderung bis zu 50.000 Euro betragen können. Es lohnt sich also, den Traum genehmigt zu erfüllen.
Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 01.02.2021

Energetisch sanieren mit Strategie und Weitblick

Wer sein Eigenheim energetisch fit für eine klimafreundliche Zukunft machen möchte, hat dazu viele Optionen: Vom Fensteraustausch über das Dämmen von Fassade, Kellerdecke und Dach bis zur Modernisierung der Heiztechnik. Um festzustellen, welche Maßnahmen sinnvoll sind, muss zunächst der Ist-Zustand des Gebäudes überprüft werden. Ein qualifizierter Energieberater, der nach dem neuen Gebäudeenergiegesetz, das am 1. November 2020 in Kraft tritt, verpflichtend bei einer Komplettsanierung hinzuzuziehen ist, führt dazu umfassende Analysen durch, wie Luftdichtigkeits-messungen (Blower-Door-Test) und Wärmebilder (Thermographie), berechnet Wärmebrücken und berät zu innovativer Heiz- und Energietechnik. Die anschließend erstellte Energiebilanz zeigt, wo Handlungsbedarf besteht. Wichtig zu wissen: Das Gebäudeenergiegesetz, das neue Bestimmungen für Häuser mit einer Ölheizung vorgibt, ändert nichts an dem in Baden-Württemberg geltenden landeseigenen Erneuerbare-Wärme-Gesetz, das Eigentümer bestehender Wohngebäude, die vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden und über eine Nettogrundfläche von über 50 Quadratmeter verfügen, bereits seit dem 1. Januar 2015 dazu verpflichtet, regenerative Energien einzusetzen, sobald sie ihre Heizungsanlage austauschen. Das Gesetz verlangt einen 15-prozentigen Anteil regenerativer Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung des Gebäudes, der zum Beispiel durch die Installation einer Solarthermieanlage oder den Einbau einer Holzpelletheizung erfüllt werden kann. Möglich ist auch die Kombination verschiedener Optionen. Unbedingt ratsam ist, sich von dem Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen zu lassen, der die notwendigen Maßnahmen strukturiert und die Reihenfolge der Arbeiten aufzeigt. Das schafft Klarheit, auch was die zu erwartenden Kosten betrifft. Jetzt aktiv zu werden, rechnet sich: So wird die Energieberatung mit 80 statt mit 60 Prozent der Kosten gefördert. Interessant ist zudem die Austauschprämie für Ölheizungen, bei der ein Zuschuss von 45 Prozent der Investitionskosten gewährt wird, wenn eine Alternative zum Einsatz kommt, die vollständig CO2-neutral funktioniert, etwa per Wärmepumpe oder Biomasseanlage. Überdies wird eine Gas-Hybridheizung, die, etwa durch das Einbinden von Solarthermie, einen Anteil von mindestens 25 Prozent erreicht, mit 40 Prozent der Kostenübernahme unterstützt. Sein Haus zukunftsfähig zu sanieren, war demnach nie attraktiver.
Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 18.11.2020

Smart Living: Die richtige Technik für das schlaue Zuhause

Intelligentes Wohnen ist in aller Munde. Doch was sich hinter den Schlagworten „Smart Home“, eHome“ und „Haus der Zukunft“ verbirgt, ist oft unklar. Zu verwirrend sind die Möglichkeiten, Systeme und Standards, die es mittlerweile gibt. Kurzgefasst bedeutet Smart Living den Einsatz spezieller Geräte und Lösungen, die miteinander vernetzt sind. Wer ein Smart Home professionell umsetzen möchte, ob im Neubau oder im Bestand, sollte vorab einige Dinge beachten. Zunächst ist zu klären, welche Ansprüche an die Technik gestellt werden. Soll sie nur Grundfunktionen erfüllen wie Licht- und Heizungssteuerung sowie Beschattung, lassen sich diese mittels einer funkbasierten Basisausstattung realisieren. Sind komplexere Anwendungen angedacht, wie ein vorausschauendes Energiemanagementsystem oder altersgerechte Assistenzsysteme, ist ein umfassendes Konzept notwendig. Relevant ist zudem wie die Funktionen gesteuert werden sollen, ob per App, Schalter und/oder Sprachassistent. Zwingend zu berücksichtigen sind überdies sicherheitstechnische Aspekte. Denn was nützt das schlaueste Haus, wenn sich Hacker leicht Zutritt verschaffen können. Entscheidend ist die Flexibilität eines Smart Home-Systems: Ist es an einen Hersteller gebunden, lassen sich meist nur dessen Produkte integrieren. Handelt es sich dagegen um eine offene Lösung, ist die Auswahl in der Regel frei gestaltbar. Darüber hinaus gibt es teiloffene Systeme, in die Produkte kooperierender Firmen eingebunden werden können. Da der Markt für Smart Home-Produkte riesig und höchst unübersichtlich ist, empfiehlt es sich, einen spezialisierten Fachbetrieb zu Rate zu ziehen, der einen bei der richtigen Wahl unterstützt. Nicht nur wegen des Komforts spielt eine zukunftsfähige Haustechnik bei Wohnimmobilien zunehmend eine Rolle. Auch im Hinblick auf die Werterhaltung gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Perspektivisch werden sich die Prioritäten zugunsten vernetzten Wohnens verschieben, etwa bei der Energieversorgung, damit die Einbindung von Elektroautos in den Gebäudekreislauf möglich ist. Auch der Einsatz intelligenter Assistenten, die es Senioren ermöglichen, umsorgt bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben, dürfte zunehmen. Noch ist das Zukunftsmusik. Nichts desto trotz sollten sich Immobilienkäufer eingehend mit dem Thema beschäftigt, um das Risiko zu minimieren, falsch zu investieren oder eine Chance zu verpassen.

Bei Fragen helfen wir gerne weiter WHG Immobilien 07141/75501.

Bietigheimer Zeitung vom 17.10.2020

Den Kapitalbedarf richtig ermitteln

Um das Volumen Ihres Finanzierungsbedarfes zu ermitteln sind vielerlei Parameter zu berücksichtigen.
• Die Kosten für das Grundstück, worin auch die Erschließungskosten beinhaltet sein sollten
• Die Herstellungskosten der Immobilie bzw. der komplette Kaufpreis
hierunter fallen auch Modernisierungskosten oder eine Gebäudeerweiterung
• Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notargebühren oder Maklercourtage
• Finanzierungskosten wie Wertermittlungsgebühr, Abschlussgebühr von Bausparverträgen und Bauzeitzinsen
• Sonstige Kosten wie Umzugskosten, Einbauküche, Möbel und Versicherungen
Damit Sie Ihr Budget nicht überschätzen, sollten Sie Ihre Ausgaben realistisch für den Monat betrachten und zur Kostenübersicht auch einmal für eine gewisse Zeit ein Haushaltsbuch führen. Viele unserer Kunden unterschätzen tatsächlich was in Summe Kleinausgaben wie einen Kaffee trinken, ein Kinobesuch, Bekleidung oder die Reparatur des Autos ausmachen. Nicht zu unterschätzen ist auch der oftmals angenommene Anteil einer Muskelhypothek, denn „das kann ich alleine renovieren“ oder „hier habe ich einen Freund, der mir dabei hilft“ ist allzu oft doch nicht realisierbar. Rechnen Sie daher in Ihr Budget nicht mehr als 15% Muskelhypothek ein. Sollte es mehr werden, prima! Denn dann haben Sie Kosten gespart! Sie ärgern sich aber, wenn Sie sich überschätzen und nicht wissen, wo Sie die restlichen finanziellen Mittel herbringen sollen. Sollten Sie über eine geringe Fachkenntnis von Bauschäden verfügen, ist es auch ratsam einen Fachmann wie Gutachter oder Architekten zu beauftragen um eine Sanierungsmaßnahme von den Kosten realistisch einschätzen zu können.
Bitte denken Sie auch an einen geeigneten Versicherungsschutz denn unvorhergesehene Lebensereignisse wie Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Unfall, Krankheit lassen sich absichern. Schuldner, die ihren Verpflichtungen nicht mehr regelmäßig nachkommen können, sind häufig mit der Situation überfordert und benötigen eine professionelle Hilfe. Mit entsprechenden Versicherungen kann man das Risiko minimieren.
Gerne helfen wie Ihnen bei Fragen zu diesem Thema weiter:
WHG Immobilien 07141/75501

Bietigheimer Zeitung vom 22.08.2020

Tipps zum Umgang mit säumigen Mietern während der Corona-Zeit

Tipps zum Umgang mit säumigen Mietern während der Corona-Zeit

Die Große Koalition hat beschlossen, die zunächst bis Ende Juni 2020 geltenden Sonderregelungen für Mieter von Wohnraum im Zuge der Corona-Zeit bis zum 30. September 2020 zu verlängern. Vermieter müssen also weiterhin damit rechnen, dass es zu Verzögerungen bei Mietzahlungen kommen kann. Um im Falle des Falles adäquat reagieren zu können, sollten sie folgendes wissen: Grundsätzlich sind Mieter auch während der Corona-Zeit verpflichtet, ihre Miete fristgerecht zu zahlen. Kommt ein Mieter dem nicht oder nur teilweise nach, befindet er sich – wie in normalen Zeiten – im Verzug und muss Verzugszinsen zahlen. Die situationsbedingte Besonderheit ist, dass der Vermieter dem Mieter aufgrund von Mietschulden, die zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. September 2020 entstehen, erst dann kündigen darf, wenn dieser sie nicht spätestens bis zum 30. Juni 2022 beglichen hat. Ohne weiteres kann ein Mieter die Mietzahlung jedoch nicht aussetzen, sondern muss glaubhaft machen, dass er dazu derzeit tatsächlich nicht oder nur teilweise in der Lage ist. Betroffene Vermieter sollten sich einen schriftlichen Nachweis vorlegen lassen, der das bestätigt, etwa in Form einer Bescheinigung des Arbeitgebers, eines Bescheides über den Bezug von Kurzarbeitergeld bzw. über die Gewährung staatlicher Leistungen oder eines sonstigen Dokuments über den Verdienstausfall. Zudem sind Mieter nicht berechtigt, eine Mietminderung vorzunehmen, auch wenn mancher vielleicht annimmt, dies tun zu dürfen, weil er momentan einen finanziellen Engpass hat oder in Quarantäne ist. Nach wie vor ist eine Mietminderung nur dann zulässig, wenn ein erheblicher Mangel vorliegt, der den vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung einschränkt oder unmöglich macht. Um Zwist in einem bisher guten Mietverhältnis zu vermeiden, ist es ratsam, dass beide Parteien in den kommenden Monaten im engen Austausch miteinander bleiben, um gemeinsam eine Lösung für diese missliche Ausnahmesituation zu finden, die für keinen angenehm sein dürfte. Denn sofern die Miete im genannten Zeitraum wirklich nur anteilig oder schlimmstenfalls sogar in Gänze nicht gezahlt werden kann, kann sich der Mietrückstand beträchtlich summieren. Je früher demnach über Zahlungsmodalitäten gesprochen wird, um so eher haben beide Seiten Klarheit. Andernfalls drohen vielleicht rechtliche Auseinandersetzungen, die einen einholen, wenn die Corona-Zeit hoffentlich längst Geschichte ist.

Bei Fragen helfen wir gerne weiter WHG Immobilien 07141/75501.

Bietigheimer Zeitung vom 18.07.2020

Immobilienverkauf in einer Erbengemeinschaft

Eine Erbengemeinschaft besteht, wenn mehrere Personen das Erbe eines Verstorbenen antreten und den Nachlass bis zur endgültigen Aufteilung zusammen verwalten. Den gesetzlichen Rahmen dafür gibt das Bürgerliche Gesetzbuch ab § 2032 vor. Gehört auch eine Immobilie zum Erbe, ist oftmals der Verkauf notwendig, um die Erbschaft zwischen den Parteien aufzuteilen. Dazu ist zu wissen, dass grundsätzlich alle Erben dem Verkauf zustimmen müssen. Legt einer sein Veto ein, kann dies das gesamte Vorhaben verzögern oder sogar stoppen. Ratsam ist deshalb, zunächst offen zu besprechen, was mit der Immobilie konkret geschehen soll. Möchte beispielsweise einer der Erben die Immobilie selbst nutzen, besteht die Möglichkeit, die Miterben auszuzahlen. Eine andere Option kann sein, dass ein Erbe seinen Anteil am gesamten Nachlass verkauft, um Zwistigkeiten aus dem Weg zu gehen. Dann haben die Miterben jedoch ein gesetzliches Vorkaufsrecht an der Immobilie. Ist definitiv geklärt, dass das Objekt veräußert wird, sollte ein unabhängiger Immobilienprofi hinzugezogen werden, der Neutralität garantiert, den Verkaufsprozess professionell abwickelt und zudem weiß, wie sich ein möglichst hoher Verkaufspreis erzielen lässt. Denn der ist trotz der enormen Nachfrage nach Immobilien kein Selbstläufer! Ausschlaggebend sind eine passende Verkaufsstrategie und eine gute Vorbereitung. So müssen einige Dokumente zusammengestellt werden, etwa Baupläne, ein gültiger Energieausweis und die jährliche Betriebskostenabrechnung. Anschließend erfolgt eine qualifizierte Immobilienbewertung, die Faktoren wie Bodenrichtwert, Lage, Gebäudezustand, Ausstattungsmerkmale und Anlagentechnik berücksichtigt. Ist der Wert ermittelt, geht es darum, die Immobilie bestmöglich zu veräußern. Dies kann über den üblichen Vertriebsweg oder per Bieterverfahren geschehen. Anders als beim Verkauf zum Festpreis, zeigt sich hierbei durch die Angebote der Interessenten, wie hoch der maximal zu erzielende Kaufpreis ist, ohne dass eine Verkaufsverpflichtung besteht. Als unparteiische Instanz wägt der Makler ab, welche die aussichtsreichere Variante ist. Die schlechteste aller Möglichkeiten wäre, wenn es zur Teilungsversteigerung kommt, weil sich die Parteien nicht einigen können und zerstreiten. Dieses Szenario birgt nicht nur die Gefahr noch tieferer Zerwürfnisse, sondern dürfte auch den partiellen Verkaufserlös schmälern.

Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 20.06.2020

 

Vorsorge mit Verrentung einer Immobilie

Die Immobilienverrentung ist eine Sonderform der privaten Altersvorsorge. Sie bietet älteren Hausbesitzern die Möglichkeit, ihr Eigenheim zu verkaufen und im Gegenzug dafür zeitlebens mietfrei in der Immobilie zu wohnen.
“Besonders für Ruheständler mit geringer Rente und wenig Rücklagen, aber einem Eigenheim, das nicht vererbt wird, kommt die Immobilienverrentung in Betracht.” Darauf verweist Heidi Proksch, Inhaberin von WHG Immobilien und benennt drei Varianten: Bei der Leibrente zahlt der Käufer dem Verkäufer eine monatliche Rente und gewährt ihm zugleich ein lebenslanges Wohnrecht. Die Zeitrente ermöglicht dem Verkäuferebenfalls ein lebenslanges Wohnrecht, jedoch wird die Rente innerhalb eines festgelegten Zeitraumes gezahlt. Die umkehrhypothek sieht vor, dass der Eigentümer einen Kreditvertrag mit einer Bank über die Rentenzahlung für das Haus abschließt. Nach Tilgung der Gesamtsumme geht das Objekt in den Besitz der Bank über. Die Höhe der Rente übermittelt jeweils ein unabhängiger Sachverständiger basierend auf dem Wert der Immobilie, der Lebenserwartung des Eigentümers, dem Wert des lebenslangen Wohnrechts und weiteren Einflussfaktoren. Dabei sollten die Vertragsmodalitäten so gestaltet sein, dass sie auch noch passen, wenn sich die Lebenssituation des Betreffenden ändert. Zu berücksichtigen ist zudem die notarielle Beurkundungsowie die Eintragungen von Reallast oder gegebenenfalls Nießbrauchrecht ins Grundbuch. Die Reallast gibt einer Person das Recht, aus dem Grundstück wiederkehrende Leistungen zu erhalten, ein vereinbartes Nießbrauchrecht, sichert dessen Nutzung – beispielsweise die Vermietung der Immobilie. Diese und weitere Aspekte, werden in einem Beratungsgespräch zur Immobilienverrentung kompetent und umfassend geklärt.

Sicher vermieten während der Corona-Pandemie

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beeinträchtigen unser gewohntes Leben derzeit massiv. Wann eine Rückkehr zur Normalität möglich ist, vermag im Augenblick niemand zu sagen. Damit Immobilienbesichtigungen und -vermietungen trotzdem weiterhin durchführbar sind, haben die Profis von WHG Immobilien in Freiberg ihre Services für Vermieter auf die veränderten Rahmenbedingungen angepasst: So finden Besichtigungen nur noch per 360-Grad-Video statt, da  von virtuellen Immobilienrundgängen keinerlei Ansteckungsgefahr ausgeht. Besonders jetzt, wo direkte Kontakte vermieden werden sollen und Ausgangsbeschränkungen gelten, zeigen sich die Vorzüge dieser modernen Art der Kundenansprache: Während der Vermieter in Ruhe auswählt, wem er online Zutritt zum Objekt gewährt, können es sich potenzielle Mieter auf dem PC, Tablet oder Smartphone dann anschauen, wann und wo sie es möchten. Diese gegenwärtig sehr hilfreiche  „Brückentechnologie“ bietet nicht nur Interessenten in der näheren Umgebung eine sichere und bequeme Möglichkeit für eine Besichtigung. Auch und gerade entfernt lebende Interessierte, die infolge der stark eingeschränkten Bewegungsfreiheit aufgrund der Corona-Pandemie bis auf weiteres nicht reisen können, haben mittels 360-Grad-Besichtigung die Gelegenheit, das angebotene Mietobjekt virtuell sehen zu können. Ergänzt durch ein aussagekräftiges Exposé in digitaler Form, lässt sich so auch aus der Ferne eine fundierte Entscheidung treffen. Für den Vermieter minimiert sich das Leerstandsrisiko und damit verbundene Mietzahlungsausfälle. Sollte dennoch ein Vor-Ort-Besichtigung notwendig sein, geschieht diese unter strikter Einhaltung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und geltender Hygienemaßnahmen. Aktuell können nur Einzeltermine stattfinden, an denen ausschließlich die vorgeschriebene Anzahl von zwei Personen teilnehmen dürfen, die zudem mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten müssen. Sofern lieferbar, erhält jeder Teilnehmer zum persönlichen Schutz eine Atemschutzmaske und steht ein Mittel zur Desinfektion der Hände bereit. Da Dokumente grundsätzlich nur in elektronischer Form ausgetauscht werden, besteht auch darüber kein Infektionsrisiko. Derart umsichtig vorbereitet, steht einer Immobilienbesichtigung mit anschließender zügiger Nachvermietung auch in Zeiten von Corona nichts im Weg.