Sicher vermieten während der Corona-Pandemie

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beeinträchtigen unser gewohntes Leben derzeit massiv. Wann eine Rückkehr zur Normalität möglich ist, vermag im Augenblick niemand zu sagen. Damit Immobilienbesichtigungen und -vermietungen trotzdem weiterhin durchführbar sind, haben die Profis von WHG Immobilien in Freiberg ihre Services für Vermieter auf die veränderten Rahmenbedingungen angepasst: So finden Besichtigungen nur noch per 360-Grad-Video statt, da  von virtuellen Immobilienrundgängen keinerlei Ansteckungsgefahr ausgeht. Besonders jetzt, wo direkte Kontakte vermieden werden sollen und Ausgangsbeschränkungen gelten, zeigen sich die Vorzüge dieser modernen Art der Kundenansprache: Während der Vermieter in Ruhe auswählt, wem er online Zutritt zum Objekt gewährt, können es sich potenzielle Mieter auf dem PC, Tablet oder Smartphone dann anschauen, wann und wo sie es möchten. Diese gegenwärtig sehr hilfreiche  „Brückentechnologie“ bietet nicht nur Interessenten in der näheren Umgebung eine sichere und bequeme Möglichkeit für eine Besichtigung. Auch und gerade entfernt lebende Interessierte, die infolge der stark eingeschränkten Bewegungsfreiheit aufgrund der Corona-Pandemie bis auf weiteres nicht reisen können, haben mittels 360-Grad-Besichtigung die Gelegenheit, das angebotene Mietobjekt virtuell sehen zu können. Ergänzt durch ein aussagekräftiges Exposé in digitaler Form, lässt sich so auch aus der Ferne eine fundierte Entscheidung treffen. Für den Vermieter minimiert sich das Leerstandsrisiko und damit verbundene Mietzahlungsausfälle. Sollte dennoch ein Vor-Ort-Besichtigung notwendig sein, geschieht diese unter strikter Einhaltung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und geltender Hygienemaßnahmen. Aktuell können nur Einzeltermine stattfinden, an denen ausschließlich die vorgeschriebene Anzahl von zwei Personen teilnehmen dürfen, die zudem mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten müssen. Sofern lieferbar, erhält jeder Teilnehmer zum persönlichen Schutz eine Atemschutzmaske und steht ein Mittel zur Desinfektion der Hände bereit. Da Dokumente grundsätzlich nur in elektronischer Form ausgetauscht werden, besteht auch darüber kein Infektionsrisiko. Derart umsichtig vorbereitet, steht einer Immobilienbesichtigung mit anschließender zügiger Nachvermietung auch in Zeiten von Corona nichts im Weg.

Hausverkauf bei Scheidung

Hausverkauf bei Scheidung: Das sollten Betroffene bedenken

 

Wenn eine Ehe scheitert, wird das gemeinsame Eigenheim oftmals zur komplizierten Streit- und Kostenfalle. Denn neben Emotionen geht es meist um viel Geld und langfristige Verpflichtungen. Etliche Dinge sind zu klären, beispielsweise wer das Haus weiterhin bewohnt und wer auszieht, wie hoch der eventuell noch abzuzahlende Immobilienkredit ist und wie sich die Tilgung gestaltet? Paare, die in glücklichen Zeiten keine entsprechenden Regelungen getroffen haben, sind schnell mit der Situation überfordert. Zumal sich unterschiedliche Lösungswege anbieten, deren Konsequenzen jedoch weitreichend sein können. Hat etwa einer der Partner das Haus mit in die Ehe eingebracht, die wie die meisten Ehen hierzulande im Güterstand der Zugewinngemeinschaft geführt wird, und ist alleiniger Eigentümer, gehört ihm die Immobilie auch weiterhin, allerdings muss er dem anderen einen Vermögensausgleich zahlen. Je nach Wertzuwachs kann dies eine beträchtliche Summe sein, was nicht selten dazu führt, dass das Objekt verkauft werden muss, um das Geld aufzubringen. Ist das Haus während der Ehe angeschafft worden und sind beide Partner im Grundbuch eingetragen, gehört zwar jedem die Hälfte. Aber auch hier stellt sich spätestens dann die Frage, was mit dem Haus geschehen soll, wenn derjenige, der nach der Scheidung auszieht, ausgezahlt werden will, der andere indes dazu finanziell wenig Spielraum hat. Damit der Hausverkauf im Scheidungsfall für die Betroffenen nicht zur Existenzfrage wird, empfiehlt es sich, einen erfahrenen Immobilienmakler zu Rate zu ziehen, der die Angelegenheit als neutrale Instanz unvoreingenommen zu beurteilen weiß und objektiv abwägt, welche die beste Lösung ist. Pragmatisch gesehen ist der einvernehmliche Immobilienverkauf der einfachste Weg, weil dadurch die Möglichkeit besteht, den Verkaufserlös gleichermaßen zu teilen, so dass jeder seine Verbindlichkeiten erfüllen kann und idealerweise schuldenfrei neu beginnt. Eine andere Option kann die Vermietung der Immobilie an Dritte sein. So verschaffen sich die Parteien erst einmal Luft, um in Ruhe zu überlegen, wie es mit der Immobilie weitergehen soll. Zugleich werden Einnahmen erzielt, was sicherlich auch nicht verkehrt ist. Die ungünstigste Alternative wäre, wenn es zu keiner Einigung kommt und einer der beiden per Gericht die Teilungsversteigerung durchsetzt. Denn unter Not verkaufen zu müssen, drückt bekanntermaßen auf den Preis.

Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 29.03.2020

WHG Immobilien wieder als Focus Top Immobilienmakler 2020 ausgezeichnet

Deutschland hat gewählt: Bei der größten Maklerbewertung 2020 wurden insgesamt 1.000 Immobilienmakler im gesamten Bundesgebiet ausgewählt und ausgezeichnet.

Wir dürfen uns wieder freuen – das Team von WHG Immobilien ist vom Nachrichtenmagazin Focus in Zusammenarbeit mit Statista erneut zum Top-Immobilienmakler Ravensburg ausgewählt worden! Neben vielen anderen Kriterien haben vor allem unsere hohe Weiterempfehlungsquote und die sehr hohe Kundenzufriedenheit den Ausschlag gegeben. Schon 2019 durfte sich WHG Immobilien über diese Auszeichnung freuen, und wir wurden bestätigt, dass wir 2020 unseren anspruchsvollen Standard gehalten haben. Die renommierte Auszeichnung des großen Nachrichtenmagazins Focus bestätigt uns in unserer täglichen Arbeit: für unsere Kunden und Auftraggeber jeden Tag das Beste geben!

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen in 2020!
Ihr WHG-Immobilien-Team

Was bei der Betriebskostenabrechnung zu beachten ist

Jährlich müssen Vermieter eine Betriebskostenabrechnung erstellen. Damit diese ordnungsgemäß ist, muss sie einige Mindestanforderungen erfüllen. Neben der korrekten Nennung von Absender, Adressat und Mietobjekt ist auf die Abrechnungsfrist zu achten. Spätestens ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums muss dem Mieter die Abrechnung vorliegen. Werden die Betriebskosten von 1. Januar bis 31. Dezember eines jeden Jahres abgerechnet, muss der Mieter die Abrechnung bis zum 31. Dezember des Folgejahres erhalten haben. Versäumt der Vermieter die Frist, kann er keine Nachforderungen stellen. Wichtig ist zudem der Abrechnungszeitraum. Generell darf die Zeitspanne der in Rechnung gestellten Betriebskosten höchstens zwölf Monate betragen. Wird sie überschritten, gilt die Abrechnung formell als fehlerhaft und kann vom Mieter angefochten werden. Ferner ist der Vermieter verpflichtet, die Betriebskosten genau zu benennen und aufzuschlüsseln. Enthält der Mietvertrag einen Hinweis auf die Betriebskostenverordnung (BetrKV), gestaltet sich die Abrechnung relativ einfach, denn dann können alle dort genannten Kosten umgelegt werden. Werden nur Einzelkosten aufgeführt, können auch nur diese dem Mieter in Rechnung gestellt werden. Zu unterscheiden ist zwischen umlagefähigen Kosten und solchen, die vom Vermieter zu tragen sind. Zu den Kosten, die anteilig auf Mieter umgelegt werden, gehören Grundsteuer, Gartenpflege, Müllabfuhr, Gebäudereinigung, Beiträge zu Sach- und Haftpflichtversicherungen, Hausmeisterkosten sowie Wartungskosten für Rauchmelder und Legionellenprüfung. Welcher Verteilerschlüssel hierfür verwendet wird – ob Wohnfläche, Verbrauch, Wohneinheit oder Personenzahl – steht jedem Vermieter frei. In der Regel bildet die jeweilige Quadratmeterzahl die Basis. Der Verbrauch von Wasser und  Brennstoff wird anhand des Zählerstands auf Wasseruhr und Heizkostenverteiler berechnet. Nicht geltend gemacht werden können dagegen Aufwendungen für Instandhaltungs- und Instandsetzungmaßnahmen sowie für die Wohnungsverwaltung. Ebenso dürfen Kosten von Wohnungsleerstand nicht umgelegt werden. Ihr ermittelter Kostenanteil geht allein zu Lasten des Vermieters. Was für Ungeübte kompliziert ist, gehört für Immobilienprofis zum Alltagsgeschäft. Deshalb sollten Vermieter, die unsicher sind, besser fachkundigen Rat einholen, bevor sie sich selbst an der Abrechnung versuchen und vielleicht eine Anfechtungsklage riskieren.

Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 29.02.2020

Umgang mit Mängeln beim Immobilienverkauf

Wie heißt es in Immobilienkaufverträgen häufig so schön: “Gekauft wie besichtigt”. Diese sogenannte “Besichtigungsklausel” sollten Immobilienverkäufer jedoch keinesfalls als Einladung missverstehen, einen Schaden zu verschweigen. Denn laut § 433 1 BGB sind sie dazu verpflichtet, dem Käufer die Immobilie frei von Sach- und Rechtsmängeln zu übergeben. Zu unterscheiden sind drei Kategorien: Ein offener Mangel liegt etwa bei einer defekten Tür oder reparaturbedürftigen Fassade vor. Ein Nachteil also, der sofort erkennbar ist. Von einem versteckten Mangel wird gesprochen, wenn dieser weder für Verkäufer noch Käufer ersichtlich ist, beispielsweise eine defekte Leitung in der Wand oder verbaute Materialien, die aufgrund von Asbest oder PCB gesundheitsgefährdend sind. Weiß der Verkäufer hingegen von Mängeln, verschweigt diese aber bewusst oder vertuscht diese sogar, in dem er sie kurzfristig beseitigt, kann er später vom Käufer wegen arglistiger Täuschung belangt und zu Schadensersatz verurteilt werden. Ratsam ist deshalb, offen auf etwaige Mängel hinzuweisen und sich die Kenntnisnahme schriftlich bestätigen zu lassen, um auf der sicheren Seite zu sein. Wer unsicher ist, wie mit einem Mangel umzugehen ist, sollte sich beim Verkauf von einem Immobilienprofi unterstützen lassen und das möglichst bevor der Notar den Kaufvertrag endgültig abfasst und notariell beurkundet.

Experten-Tipp Ludwigsburger Kreiszeitung vom 01.03.2020

Was im Hausflur stehen darf und was nicht

Viele Vermieter kennen das Problem: Im Hausflur werden diverse Dinge deponiert. Hier ein Fahrrad, da ein Kinderwagen, dort einige Paar Schuhe. Doch nicht alles, was Mieter auf der Gemeinschaftsfläche abstellen, darf dort bleiben, denn Brandschutz spielt im Treppenhaus eine wichtige Rolle. Zwar ist gesetzlich nicht geregelt, ob und welche Gegenstände im Hausflur abgestellt werden dürfen. Die Landesbauordnungen enthalten jedoch Brandschutzvorschriften, die definieren, wie bauliche Anlagen beschaffen sein müssen, damit im Ernstfall Rettungsmaßnahmen erfolgen können.

In Baden-Württemberg beispielsweise definiert dies Paragraf 15 der Landesbauordnung (LBO). Zudem hat der Vermieter dafür zu sorgen, dass seine Immobilie verkehrssicher ist. Er ist daher berechtigt, das Abstellen bestimmter Gegenstände im Treppenhaus zu untersagen. Fährräder zum Beispiel müssen nicht geduldet werden. Blumenkübel und Pflanzen bedürfen der Zustimmung. Beim Aufstellen von Schränken ist die Rechtsprechung uneinheitlich. In jedem Fall darf das Möbel keine Behinderung oder Stolpergefahr darstellen. Wer Müll über einen längeren Zeitraum im Hausflur zwischenlagert, kann sogar abgemahnt werden.

Grundsätzlich zulässig sind hingegen Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen, solange sie den Fluchtweg nicht versperren. Allerdings kommt es sehr auf den Einzelfall an. Ist die Mitnahme eines Kinderwagens oder einer Gehhilfe in die Wohnung zumutbar, weil ein Aufzug vorhanden und die Wohnungstür breit genug ist, kann das Abstellen im Treppenhaus verwehrt werden. Auch der Stellplatz in der Tiefgarage darf aus Brandschutzgründen nicht als Kellerersatz dienen. Lediglich Gegenstände, die funktional zum Auto gehören, dürfen dort in geringem Umfang aufbewahrt werden. Ein Satz Autoreifen ist also durchaus erlaubt, genauso wie ein Dachgepäckträger.

Um Unklarheiten vorzubeugen, empfiehlt es sich, im Mietvertrag und in der dazugehörigen Hausordnung genau zu regeln, was wo unterzubringen ist und welche Räumlichkeiten dafür zur Verfügung steht, etwa ein Fahrradkeller oder ein Unterstand. Mit Rücksichtnahme und freundlicher Kommunikation, falls es doch einmal zu einer zeitlich begrenzten Abstellsituation kommt, sollte ein gutes nachbarschaftliches Miteinander eigentlich dauerhaft Bestand haben.

Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 01.02.2020

Tipps für die Anschaffung einer Brennstoffzellenheizung

Eine Brennstoffzellenheizung ist derzeit das modernste, was es auf dem Heizungsmarkt gibt. Sie gilt deshalb als besonders innovativ, weil sie ohne die Verbrennung von Öl und Gas auskommt,sondern die chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zur gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom nutzt. Statt des klimaschädlichen CO2 entsteht nur Wasserdampf. Hier setzt die Technologie an, in dem sie dem Wasserdampf die Wärme entzieht und diese zum Heizen und zur Warmwasserbereitung nutzbar macht. Ein höchst effektiver Prozess mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent! Die Anlagentechnik ist überschaubar: Benötigt wird ein Brennstoffzellengerät, das den Grundbedarf von Wärme und Strom abdeckt, und ein Gas-Brennwertkessel, der zusätzlich Wärme liefert. Damit eine Brennstoffzellenheizung möglichst effizient arbeitet, sollte sie ganzjährig gleichmäßig Energie erzeugen. Ebenso kontinuierlich sollte der Energieverbrauch sein, damit es nicht zur Überproduktion kommt, so dass sich der Pufferspeicher aus Sicherheitsgründen abschaltet und folglich keinen Strom produziert.

Entscheidend ist deshalb bei der Anschaffung auf die richtige Dimensionierung der Anlage zu achten. Optimal ist ihre Größe dann, wenn sie den gesamten Energiebedarf eines Haushalts abdeckt und die Gas-Brennwertheizung lediglich als Ergänzung dient, falls doch hin und wieder mehr Wärme benötigt wird. Es lässt sich also eine nahe autarke Energieversorgung realisieren, die überdies CO2-frei ist. Schwierig wird die Situation, wenn kein Gasanschluss vorhanden ist und auch kein entsprechendes Leitungssystem zur Verfügung steht, weil Öl vor Ort gebräuchlich ist. In diesem Fall hilft das Bauamt oder der örtliche Gasversorger weiter.

Allerdings ist eine Brennstoffzellenheizung nicht günstig. Im Gegenteil, momentan ist sie mit Abstand das teuerste Heizsystem. Je nach Hersteller, Modell und Installationskosten liegen die Kosten zwischen 20.000 und 30.000 Euro. Ob sich der Kauf rentiert, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Ratsam ist, unterschiedliche Lösungen von einem unabhängigen Experten durchrechnen zu lassen und sie miteinander zu vergleichen. Zudem fördern Bund, Länder und Kommunen den Einbau von Brennstoffzellenheizungen bzw. den Umstieg auf die Technologie mit Zuschüssen von bis zu 40 Prozent.

Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 04.01.2020

 

So funktioniert die Immobilienverrentung

Die Immobilienverrentung ist eine Sonderform der Altersvorsorge, die älteren Hausbesitzern die Möglichkeit bietet, ihr Eigenheim zu verkaufen und im Gegenzug dafür zeitlebens mietfrei in der Immobilie zu wohnen. Eine verlockende Option, die jedoch gut überlegt sein will. Im Prinzip gibt es drei Varianten: Die Leibrente, bei der der Käufer dem Verkäufer eine monatliche Rente zahlt und ihm zugleich ein lebenslanges Wohnrecht gewährt.

Bei der Zeitrente hat der Verkäufer ebenfalls ein lebenslanges Wohnrecht, jedoch wird die Rente innerhalb eines festgelegten Zeitraums gezahlt.

Darüber hinaus gibt es die Umkehrhypothek, bei der der Eigentümer einen Kreditvertrag mit einer Bank über die Rentenzahlung für das Haus abschließt, das nach Tilgung der Gesamtsumme in den Besitz der Bank übergeht. Die Höhe der Rente ermittelt ein unabhängiger Sachverständiger  basierend auf dem Wert der Immobilie, der Lebenserwartung des Eigentümers, dem Wert des lebenslangen Wohnrechts und weiteren Einflussfaktoren wie dem Zinssatz und der Zahlweise und erstellt darüber ein Wertgutachten. Die Vertragsmodalitäten sollten so gestaltet sein, dass sie auch dann noch passen, wenn sich die Lebenssituation ändert. Wichtig ist, das Ausgehandelte notariell beurkunden und die Reallast, also das Recht einer Person, aus einem Grundstück wiederkehrende Leistungen zu erhalten, ins Grundbuch eintragen zu lassen. Dazu gehört auch ein vereinbartes Nießbrauchrecht, das die Vermietung der Immobilie sichert, falls beispielsweise der Umzug in ein Pflegeheim erforderlich ist, für dessen Kostendeckung zusätzliche Einnahmen benötigt werden.

Ratsam ist überdies zu regeln, dass die Rente im Todesfall an einen Hinterbliebenen weiter gezahlt wird (“verbundene Leibrente”) und wer für die Instandhaltungskosten der Immobilie aufkommt. Angebracht ist ferner eine Rückfallklausel, für den Fall, dass der Käufer in Zahlungsrückstand gerät. Besonders für Ruheständler mit geringer Rente und nur wenig Rücklagen, aber einem Eigenheim, das nicht vererbt wird, kommt die Immobilienverrentung in Betracht. Trotzdem kann der traditionelle Hausverkauf durchaus eine lukrative Alternative sein, vor allem wenn das Objekt in begehrter Lage mit knappem Angebot liegt und sich vielleicht sogar für eine Versteigerung eignet, bei der für gewöhnlich ein höherer Kaufpreis erzielt wird. Ein Immobilienprofi unterstützt hier bei der Markteinschätzung und hilft, die bestmögliche Lösung zu finden.

Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 07.12.2019

Wissenswertes über die Wärmepumpe

Wer sein Eigenheim energetisch fit machen möchte, der sollte sich mit innovativen Heiztechniken wie der Wärmepumpe beschäftigen. Das Prinzip ist leicht erklärt: Eine Wärmepumpe nutzt die in der Umwelt vorhandene thermische Energie, um Gebäude mit Wärme zu versorgen. Damit das funktioniert, braucht es eine Wärmequellenanlage, die der Umgebung (Erdreich, Grundwasser, Luft) die benötigte Energie entzieht, eine Wärmepumpe, die die gewonnene Energie nutzbar macht und ein System, das die Wärme im Gebäude verteilt oder sie zwischenspeichert. Welche Art von Wärmepumpe zum Einsatz kommt, hängt von den lokalen Gegebenheiten und dem jeweiligen Gebäude ab. Besonders effektiv ist eine Wärmepumpe dort, wo sie viel Umweltwärme nutzen kann und eine gut isolierte Gebäudehülle vorhanden ist, was sie gerade für Neubauten interessant macht. Sie eignet sich aber auch für die Heizungsmodernisierung in Altbauten, etwa als Ergänzung zu einer Öl- oder Gasheizung, sofern der Kessel intakt und nicht veraltet ist. Stimmt das Zusammenspiel zwischen intelligent regulierter Wärmepumpe und dem Kessel, der nur anspringt, wenn die Pumpe aufgrund niedriger Quelltemperatur kurzzeitig nicht wirtschaftlich arbeitet, lässt sich einiges an Heizkosten sparen. Beliebt ist zudem die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage. Sie lohnt sich, wenn der selbst produzierte Sonnenstrom günstiger erzeugt wird, als der Strom eines Versorgers kostet, was angesichts ständig steigender Strompreise meist der Fall ist. So kostet der  Strom vom eigenen Dach bei einer Anlagengröße von bis zu 10 Kilowatt Peak nur etwa 11 bis 13 Cent pro Kilowattstunde, während für Netzstrom gut 29 Cent pro Kilowattstunde bezahlt werden muss. Um eine möglichst hohe Effizienz zu erzielen, ist die richtige Dimensionierung der Anlage wichtig. Wesentliche Einflussfaktoren sind der Stromverbrauch der Wärmepumpe, die Größe von Puffer- und Warmwasserspeicher und das Nutzerverhalten. Wird zusätzlich ein Batteriespeicher installiert, lässt sich der Eigenstromverbrauch auf bis zu 70 Prozent steigern. Empfehlenswert ist außerdem die Integration eines intelligenten Energiemanagement-Systems, das vorausschauend Wetterdaten für die optimale Anlagensteuerung nutzt. Hausbesitzer, die sich für eine Wärmepumpe interessieren, sollten einen unabhängigen Experten zu Rate ziehen, der unterschiedliche Varianten kalkuliert, miteinander vergleicht und über entsprechende Fördermöglichkeiten informiert.

Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 02.11.2019

Woran man einen professionellen Immobilienmakler erkennt

Längst müssen Immobilienmakler mehr bieten als Objektdaten in Onlineportale einzustellen und Besichtigungstermine durchzuführen. Der Kauf und Verkauf von Immobilien ist mittlerweile derart komplex, dass ein Immobilienmakler umfassendste Kenntnisse auf unterschiedlichen Gebieten besitzen muss, will er Kunden wirklich kompetent beraten und professionell für sie tätig sein. Auch wenn es hierzulande nur wenige gesetzliche Vorschriften gibt, die das Berufsbild regeln und die Bezeichnung “Makler” nicht geschützt ist, gibt es dennoch ein paar Anhaltspunkte, anhand derer  Immobilienverkäufer und -interessierte die Spreu vom Weizen trennen können. Es beginnt mit einer detaillierten Expertise über den Immobilienmarkt vor Ort im Hinblick auf Preise, Mieten und Entwicklungen. Sie ist für einen professionellen Immobilienmakler zwingend erforderlich. Gerade wer im Bereich Wohnimmobilien tätig ist, der sich sehr dynamisch entwickelt, für den ist ständige Marktbeobachtung und -analyse unbedingt notwendig, um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Ein echter Profi ist zudem in der Lage, Gebäude zu begutachten und Bewertungen zu erstellen. Neben der profunden Marktkenntnis hilft ihm dabei idealerweise sein technisches Wissen. Eventuell verfügt er sogar über eine einschlägige Zusatzqualifikation, damit er die Haus- und Anlagentechnik qualifiziert beurteilen kann. Eine Fähigkeit, die angesichts von Energiesparen, Klimaschutz und Smart Home zunehmend wichtiger wird, um das Potenzial einer Immobilie – und damit ihren Wert – einschätzen zu können. Bei der Suche nach der passenden Finanzierung behilflich zu sein, ist ein weiteres Merkmal für einen Profi. Langjährig erfahrene Makler verfügen über gute Kontakte zu Banken, Kreditinstituten und Finanzdienstleistern und können so schnell den reibungslosen Weg zur Wunschimmobilie ebnen. Ohnehin kann ein breites, gut sortiertes fachlich übergreifendes Expertennetzwerk ein Indikator für die Wertschätzung eines Maklers sein. Denn wer kompetent ist, mit dem wird gerne zusammengearbeitet. Dazu gehört auch, dass er transparent über Leistung, Aufwand und Honorar informiert. Überdies lässt sich ein Profi-Makler daran erkennen, dass er sich als Vertrauensperson des Kunden versteht, der sich intensiv mit dessen Wünschen und Bedürfnissen beschäftigt und nach der bestmöglichen Lösung für ihn sucht und sich nicht mit Schnellschüssen zufrieden gibt.

Experten-Tipp Bietigheimer Zeitung vom 28.09.2019